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Chronik der Familie "Von Wartensleben"
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29.10.1745 - 24.10.1822
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Leopold Alexander Reichsgraf und Graf von Wartensleben
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Apr.1758
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Beginn seiner militärischen Laufbahn beim Regiment Alt-Stutterheim II als Fähnrich. Im selben Jahr wurde er auf die Johanniter- Orden Kommenden Lagow, Gorgast und Werben expectiert und am 01.10.1764 als Ordensritter investiert.
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22.02.1762
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Beförderung zum Seconde-Leutnant beim 1.Bataillon der Garde. Als Adjutant des Markgrafen Carl nahm er an den letzten beiden Feldzügen des Siebenjährigen Krieges teil.
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03.08.1769
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Ernennung zum Premier-Leutnant
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03.04.1773
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wurde er zum Hauptmann befördert und erhielt eine Compagnie des neu errichteten Regiments "von Krockow" in Marienburg. Mit diesem Regiment nahm er am Feldzug von 1778 teil.
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01.12.1779
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Beförderung zum Major.
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1786
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Nach Antritt Friedrich Wilhelm II. wurde ihm 1786 das Regiment "von Raumer" übertragen.
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21.01.1787
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Als Zeichen der königlichen Gnade wurde ihm die Amtshauptmannschaft von Ziesar mit einer jährlichen Einnahme von 500 Talern verliehen.
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10.03.1787
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Ernennung zum Regimentskommandeur
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30.06.1788
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Beförderung zum Obrist-Leutnant
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15.09.1790
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Beförderung zum Obristen
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1792
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Seit 1792 war er Kommandeur des Infanterie-Regimentes "Prinz Heinrich" (No 43)
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1793
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Nach der Überrumpelung der am Eingang der Vogesen gelegenen Bergfestung Bietsch und einer dabei zugezogenen Verwundung wurde ihm 1793 der Orden "Pour le mérite" verliehen.
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14.01.1795
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Beförderung zum Generalmajor. Da das Regiment "Prinz Heinrich" unter seiner Führung in den Feldzügen so großen Ruhm geerntet hatte, verlieh Prinz Heinrich ihm als dauernde Anerkennung eine jährliche Pension von 450 Talern. Aus dem väterlichen Erbe hatte Wartensleben 25000 Taler in Gold und aus dem mütterlichen Erbe 22000 Taler erhalten und bereits 1789 die bei Brandenburg gelegenen Güter Wendeberg, Knoblauch und Bensdorf, 1791 die in Ostpreußen gelegenen Güter Barken, Markienen, Paulienen und Schonklitten bei Bartenstein erworben. Die bei Brandenburg gelegenen Güter und das ostpreußische Gut Borken verkaufte er jedoch wenige Jahre später wieder, um 1797 das in Schlesien gelegene Rittergut Obsendorf und 1798 Leonhardwitz zu erwerben. Später kaufte er noch die Herrschaft Schurgast bei Brieg, das Gut Karbischau und das Gut Schmellwitz. Diese Besitzungen hatten bei Ausbruch des Krieges 1806 einen wert von über 300 000 Goldtalern.
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19.05.1795
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Als besondere Gunst des Königs erhielt er das Regiment "Graf Anhalt" (No. 43), das fortan seinen Namen trug und in dem mehrere seiner Söhne dienten.
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18.06.1797
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König Friedrich Wilhelm II. verlieh ihm kurz vor seinem Tode als Zeichen seiner besonderen Gnade "mittelst Cabinets-Ordre" den "Großen Roten Adlerorden"
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20.05.1802
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Beförderung zum Generalleutnant
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24.01.1803
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Ernennung zum Chef des neugeschaffenen Infanterie-Regimentes "Von Wartensleben" (No. 59) in Erfurt
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10.02.1803
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Ernennung zum Gouverneur der Stadt Erfurt
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14.10.1806
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An der Schlacht bei Auerstedt nahm er mit seinem Regiment teil und wurde durch einen Sturz vom Pferde schwer verletzt.
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06.11.1806
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Kurz darauf übernahm er die Festung Magdeburg und kapitulierte vor den Truppen des französischen Marschalls Ney, nachdem er die eigene schwache Lage festgestellt hatte und von der Kapitulation der Festungen von Spandau, Settin und Köstrin hörte. Er entsprach der sechsten Aufforderung zur Übergabe am 06.11.1806. Auf Grund eines entsprechenden Artikels der Kapitulationsurkunde empfingen Wartensleben und die übrigen Offiziere ihre Pässe gegen das schriftliche Versprechen, vor der Auswechselung nicht dienen zu wollen.
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12.11.1806
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Abreise über Bernburg, Dresden und Prag nach Troppau, wo er seine Frau traf und mit ihr zusammen nach Schurgast weiterfuhr.
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01.10.1807
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Entlassung aus der Armee im Alter von 63 Jahren aus eigenem Wunsch
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1809
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Im Januar wurde ihm eröffnet, dass die kriegsrechtliche Untersuchungen wegen der Kapitulation in Magdeburg auch auf ihn ausgedehnt seien und die Untersuchungs- Personal-Haft gegen ihn verhängt sei, so dass ein Oberamts-Bote ihn in seiner Wohnung zu bewachen habe, dem er täglich "1Thlr 8 ggr. Münze" zu zahlen habe.
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05.12.1809
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Verurteilung vom Kriegsgericht zu "lebenswierigem Festungs-Arreste auf dem Fort Preußen bei Neisse"
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30.05.1814
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Entlassung, als nach dem ersten Pariser Frieden all diejenigen Offiziere begnadigt wurden, die sich wegen Kapitulation in den Kriegen 1806 und 1807 in Festungshaft befanden.
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24.10.1822
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Durch die Verwüstungen auf seinen Güern einerseits und der Beschlagnahme eines Großteils seines Vermögens andererseits waren die acht letzten Lebensjahre, die Wartensleben in Breslau verbrachte, von Dürftigkeit gekennzeichnet. Er lebte von der Unterstützung seiner Frau und seiner Kinder und verstarb am 24.10.1822.
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(©2001) mit freundlicher Genehmigung von Dr. H.-J. Volkmann
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