Königlich Preußisches Infanterie Regiment “von Wartensleben” (N° 59)

Großeltern

Chronik der Familie "Von Wartensleben"

16.12.1650 - 26.01.1734

Alexander Hermann Reichsgraf und Graf von Wartensleben

16.12.1650

wurde zunächst vom Bischof von Paderborn (Ferdinand von Fürstenberg)  und anschließend von der Landgräfin Sophie von Hessen-Kassel erzogen.

1666

Dienst bei den franz. Grands Mousquetaires

1667/68

Teilnahme am Feldzug in den Niederlanden unter Turenn,
Belagerung von Ryssel

1668

Leutnant und Adjutant des Regiments Elsaß

1673

aus den französischen Diensten  ausgeschieden und bei der kurbrandenburgischen Garde am Oberrhein  eingetreten

1673

Kapitän in hessen-kasselschen Diensten

1675/79

Teilnahme am Feldzug gegen die Schweden: Treffen bei Landskrona, Gefechte auf der Insel Rügen, hierbei verwundet.

1675

Major

10.07.1680

Oberstleutnant und Führer der hessen-kasselschen Garde beim Einsatz von: 1683 Wien, 1684 Belagerung Ofen

30.12.1684

Ernennung zum Oberst

12.03.1686

dem Obristen Johann zur Brügge als Kommandant von Ziegenhain zugeteilt

1689

Teilnahme an der Einnahme von Mainz

02.02.1690

Generalmajor in landgräflich hessischen Diensten

1689/91

Oberkommando aller zwischen Bonn und Heidelberg liegenden hessischen Truppen, Belagerung von Namur

1691

"General en chef" in sachs.gothaische Dienste getreten, Führer der gothaischen Truppen im Reichsheer

27.12.1691

kaiserlicher General-Feldmarschall-Leutnant

1691/95

Feldzug in Flandern und am Oberrhein

1695

kaiserlicher Generalfeldzeugmeister (zu diesem Anlass wird in Wien eine Medaille mit seinem Bild geprägt)

18.08.1702

Eintritt in preußische Dienste als General der Infanterie, Chef der Garde (Regiment No. 1) und Geheimer Kriegsrat

19.08.1702

Gouverneur von Berlin

02.09.1702

Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler

1703

preußischer Grafenstand

17.10.1705

Amtshauptmann zu Potsdam und Saarmund

1705

Feldzug in Pommern

23.03.1706

Generalfeldmarschall und Erhebung in den Reichsgrafenstand

01.04.1713

das 1. Garderegiment erhält seinen Namen "Graf Wartensleben"

11.05.1722

erbliches Bürgerrecht von Neufchatel, Schwiegervater des späteren Generalfeldmarschalls Graf von Katte, also Großvater des 1730 enthaupteten Leutnants Hans von Katte, um dessen Leben er vergeblich den König durch Kniefall bat.

26.01.1734

Graf Wartensleben erhielt ein  Staatsbegräbnis und für sich und seine Familie ein Erbbegräbnis in  der Berliner Garnisonskirche, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Über  die Beisetzungsfeierlichkeiten findet sich ein langer Artikel in der  Berlinischen Zeitung vom 5. Februar 1734. Die Gebeine aus der völlig  zerstörten Kirche wurden nach 1945 in einem gemeinsamen Grab auf dem  Stahndorfer Friedhof bei Berlin beigesetzt

(©2001) mit freundlicher Genehmigung von Dr. H.-J. Volkmann