Königlich Preußisches Infanterie Regiment “von Wartensleben” (N° 59)

Eltern

Chronik der Familie "Von Wartensleben"

01.10.1710 - 21.09.1775

Leopold Alexander  Reichsgraf und Graf von Wartensleben

01.10.1710

besuchte zunächst das Pädagogium in Halle/Saale

25.04.1725

Eintritt als Fähnrich in das Infanterie-Regiment "Von Glasenapp" (No. 1), das den Namen "das Königs-Regiment großer Grenadiere" erhielt

16.08.1726

Ernennung zum Sekonde-Leutnant 

1730

Reise im Gefolge des Königs nach Sachsen, Ernennung zum Dom- und Stiftsherr im Dom zu Halberstadt.

15.08.1731

Schlag zum Johanniter-Ritter in Sonnenberg und auf die Komturei Schievelbein "expectiviert".

Febr. 1732

reiste er nach Italien und schiffte sich in Genua unter dem Kommando des Prinzen Ludwig von Württemberg mit den kaiserlichen Truppen als Freiwilliger nach Korsika ein.

1734

wurde er Flügeladjutant König Friedrich Wilhelms I, den er auf der Reise an den Oberrhein begleitete.

27.08.1736

als Regierender Commendator der Johanniter-Kommende Schievelbein und als Landdrost wurte Wartensleben "introducirt"

21.03.1737

erhielt er seine Heiratsgenehmigung und heiratete eine Woche später die Gräfin Anna Friederike von Kamecke in Potsdam.

März 1737

Beförderung zum Stabskapitän. In dieser Zeit begann seine innige Freundschaft mit dem Kronprinzen Friedrich, dem späteren König Friedrich dem Großen. So wurde es als eine  besondere Gunst angesehen, dass der Kronprinz es ausdrücklich wünschte, mit dem Hauptmann Wartensleben am 15.08.1738 in die Freimaurerloge in Braunschweig aufgenommen zu werden.

01.11.1739

Ernennung zum Generaladjutanten durch König Friedrich II.

23.06.1740

Beförderung zum Oberst. Unmittelbar nach der Regierungsübernahme verlieh der König seinem Freunde den "Ordens de la générosité"  und nahm ihn mit auf seiner Reise nach Straßburg, die der König "incognito" unternahm. 

Dez. 1740

begleitete Wartensleben seinen König nach Schlesien und nahm mit diesem an den Schlachten von Mollnitz und Czaslau teil.

1742

Reise mit dem König nach Böhmen und Mähren. Nach der Schlacht bei Hohenfriedberg zeichnete der König ihn mit dem Orden "Pour le mérite" aus.

20.05.1750

Ernennung zum Generalmajor

25.06.1756

Dauernde Krankheit, von der er vergeblich Linderung in Teplitz, Aachen und Pyrmont suchte, hinderte ihn daran, sich nach dem 2. Schlesischen Kriege weiter militärisch zu bewähren, so dass ihm der König unter Beförderung zum Generalleutnant der Infanterie auf sein Gesuch am 25.06.1756 verabschiedete.

19.08.1756

Bei Ausbruch des Siebenjährigen Krieges trug ihm der König am 19.08.1756 die Kommandostelle von Berlin an, die er jedoch ablehnen mußte, so dass er am 21.08.1756 die Genehmigung erhielt, sich auf sein Gut zuückzuziehen. Wartensleben hatte neben der Commendatoren-Stellung in Schievelbein noch die Position als Landdrost zu Rees und Isselburg sowie als Erbherr auf Freyendorf inne.

1759

eit 1759 bekleidete Wartensleben das hohe  Amt des Seniors des Johanniter-Ordens und wurde von König Friedrich als  dem Patron des Ordens gemeinsam mit dem Markgrafen August Ferdinand zum  Herrenmeister vorgeschlagen. In Dieser Funktion führte er die  königlichen Prinzen in den Orden ein, in dem er ihnen den Ritterschlag  erteilte.

21.09.1775

Graf Leopold Alexander von Wartensleben verstarb am 21.09.1775 und wurde in der Familiengruft in der Berliner Garnisonskirche beigesetzt.

(©2001) mit freundlicher Genehmigung von Dr. H.-J. Volkmann